... Silvester 2013/2014

 

Kontrastprogramm im Black-White-Castle

Ein schwarz-weißes Märchen in 7 Akten…

27.12.2013

Um 9.20h öffnet sich der Vorhang auf dem Parkplatz hinter IKEA zum ersten Akt. Wer nicht weiß, wo sich dieser Ort befindet, dem können bei Interesse Fotos desselben zugesandt werden.

Es begab sich aber – vor gar nicht allzu langer Zeit -, dass ein Gebot der Herrscher über das Black-White-Castle auf Spiekeroog ausging, dass eine Crew sich aufmachen sollte, die letzten Geheimnisse des Schwarz-Weiß-Denkens zu erforschen. Das Besondere: Es war vielleicht der letzte Aufruf seiner Art… Und so machten sich auf: 20 mehr oder weniger junge, mutige Menschen aus dem kleinen, wunderschönen Städtchen, welches hieß Laatzen, um diese Aufgabe zu erfüllen. Was sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen konnten, der Auftrag würde sie fordern; sie vor einige Prüfungen stellen, die Körper, Geist und Seele beanspruchten und die ihnen ein völlig anderes Silvesterfest ermöglichten – ein wahres Kontrastprogramm stand ihnen bevor.

So musste schon auf der Anreise – nach der schweren Suche des korrekten Abfahrtsortes - die Frage beantwortet werden, wie man am besten 2 Stunden in einem kleinen, malerischen, aber verwaisten und völlig verregneten Hafen verbringen kann. Einmal abgesehen von dem Wundern über das kleine Zwergendorf Hermannshausen (oder war es doch Hermannsdorf?), in dem einige Bewohner Blumen nicht von Buchstaben zu unterscheiden vermochten… Der Rest des langen, beschwerlichen Weges ins Black-White-Castle war dann aber problemlos zurückzulegen. Als die Laatzener Crew daselbst angekommen war, fanden alle einen Platz in der Herberge und das wahre Kontrastprogramm konnte beginnen:

Und es waren vier alteingesessene Familienclans mit eigenem schwarz-weißen Wappen in derselben Gegend, die stimmten sich mit einer Partie Dalli-Dalli auf das anschließende Familien-Duell ein. Was kann man alles auf dem Schwarzmarkt kaufen? Was wollte der Weiße Hai eigentlich schon immer einmal fressen? Und was würde man selbst tun, wenn man im Weißen Haus leben würde? Wichtige Fragen in der Erforschung des Schwarz-Weiß-Denkens… Einmal abgesehen von der Erkenntnis, dass „Zwiebeln“ nicht zu den 5 häufigsten Antworten der 100 Befragten auf die Frage zählte, welche Lebensmittel sie mit der Farbe Weiß verbinden würden. Und so wurde es bei langen Gesprächen und Spielen tiefe Nacht, bis auch die letzten Bewohner des Black-White-Castles schlafen gingen.

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Der Vorhang schließt sich nach dem ersten Akt.

 

 

28.12.2013

Der Vorhang öffnet sich für manche Besucher viel zu früh mit einer Morgenandacht zum zweiten Akt. Motto des Tages: Schwarz oder Weiß – du musst dich entscheiden!

Und so stand den Bewohnern ein neuer Tag mit vielen Prüfungen und natürlich vielen Entscheidungen bevor… Bereits kurz nach dem Frühstück sollte es losgehen. Eine Stimme erklang durch die Flure des Black-White-Castles: „Liebe neue Bewohner! Wer hier auf dieser außergewöhnlichen Insel leben will, muss erst einmal Ortskenntnisse unter Beweis stellen. Und hier sind eure Aufgaben: Findet eine Kuh, findet das Piratenschiff… Diese Bilder werden euch leiten.“ Und schon ging die Fotorallye los. Was die Neu-Insulaner noch nicht wussten: Das Piratenschiff war bei der letzten Sturmflut wieder in See gestochen und zu einer neuen Eroberungstour aufgebrochen – und hatte alle Kühe der Insel mitgenommen. So mussten neue, kreative Lösungen gefunden werden. Zum Glück war der Supermarkt relativ gut sortiert und so kamen alle zu ansprechenden Ergebnissen.

Doch wer dachte, dieses wäre die einzige Aufgabe des Tages gewesen, der irrt. Schon am frühen Nachmittag ging es weiter. In einer Bibelarbeit mussten schwierige schwarze oder weiße Entscheidungen getroffen werden. Wie würdest du in so mancher Situation handeln? Und bist du dabei wirklich ehrlich zu dir selbst? Fragen über Fragen, Entscheidungen über Entscheidungen… Völlig erschöpft fielen daher einige Bewohner in einen tiefen, langen Schlaf – und trugen damit zur ersten Erkenntnis des Tages bei: Viel Schlaf macht auch nicht fit…

Und Fitness brauchte man für die abschließende Masterprüfung mit Sicherheit. Ein Weg durch die alten Gemäuer musste anhand von Entscheidungen gefunden werden. Die Hinweise hierzu befanden sich an allen (un-)möglichen Orten und wurden von einigen Bewohnern sogar an noch tiefer liegende Stellen verlegt. Doch schließlich endete die Schnitzeljagd der besonderen Art in den Kemenaten des Black-White-Castles mit einem geheimen Dinner in schwarz-weiß. Egal ob Schwarzbrot mit Frischkäse oder ein Schokoladenschachbrett mit Schokoküssen: bei der kulinarischen Vielfalt blieb kein Wunsch offen. Und so blieb die zweite Erkenntnis des Tages: Das bisschen Haushalt macht sich NICHT allein!

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Und so endet der zweite Akt mit einem nicht enden wollenden Abwasch. Doch irgendwann tief in der Nacht wird der Vorhang letztendlich geschlossen.

 

 

29.12.2013

Auch an diesem Morgen öffnet sich der Vorhang… Allerdings schon etwas später als am Morgen davor. Und so mancher Besucher weiß heute nicht, wie er den richtigen Weg in den Gemeinschaftssaal des Black-White-Castles finden soll. Dennoch beginnt der dritte Akt. In diesem Sinne: Schwarzer Läufer auf D4.

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30.12.2013

Der aufmerksame Leser wird es schon ahnen: Der Vorhang öffnet sich an diesem Tag zum vierten Akt – obwohl die Augen der Bewohner eher aussehen, als würden sie sich gleich wieder schließen. Doch – passend zum Tagesmotto „Man muss ja nicht gleich schwarz malen…“ - bleibt die Hoffnung, sich den Tag über wach halten zu können.

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31.12.2013

Der Vorhang öffnet sich an diesem Morgen zum fünften Akt. Unter dem Tagesmotto „Weis(s)heiten und schwarzer Humor“ steht den Bewohnern ein letzter Tag im Jahr mit mehr oder weniger weisen Ratschlägen, aber auch vielen schlechten Witzen bevor…

… allerdings sollte die erste Ankündigung des Tages kein schlechter Witz sein: Wurde doch von den Bewohnern des Black-White-Castles verlangt, alle zeitmessenden Geräte abzugeben, um einen Tag ohne Zeit zu verbringen. Richtig, diese Maßnahme beinhaltete auch Handys. Sehr zum Leidwesen der Generation U18…

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Irgendwann zwischen den Jahren...

Mitten in der Jahresabschlussandacht war es plötzlich so weit: Das Ende des Schwarz-Weiß-Denkens stand bevor. Schließlich sollte mit der Erkenntnis ins neue Jahr gestartet werden, dass ein Leben mehr Farben beinhaltete… Auch im Jahr 2013 gab es rote Momente, die zu Herzen gingen; blaue Momente, die die Crew zu Tränen rührten; gelbe Momente, die die Bewohner strahlen ließen und natürlich durften auch grüne Momente nicht fehlen, die neue Hoffnungen auf 2014 symbolisierten. Die Farbexplosion war im vollen Gange…

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…auch als sich alle Mitreisenden auf den Weg zum Strand begaben… Zeigten die Menschen auf Wangerooge, in Neuharlingersiel oder auf den naheliegenden Schiffen doch, dass auch sie das Tagesmotto für den 01.01.2014 verstanden hatten und bunte Leuchtraketen in den schwarzen Himmel schossen. Doch soweit waren die Bewohner des Black-White-Castles noch lange nicht… Schließlich galt es – an diesem Tag ohne Zeit – bewusst mit dem alten Jahr abzuschließen und erst dann den Sprung ins Neue zu wagen, wenn man dafür bereit wäre! Meditative Stimmung, Tränen, aber auch Freude und Hoffnung inklusive… In diesem Sinne: Happy New Year!

01.01.2014

Der Vorhang vom Vortag ist noch immer geöffnet… und es sieht auch nicht so aus, als ob er sich an diesem Tag einmal schließen würde. Trotzdem beginnt der sechste Akt: Die Farbexplosion ist noch immer in vollem Gang.

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02.01.2014

Der Vorhang öffnet sich an diesem Morgen mehr oder weniger früh (für manche ist er noch geöffnet, andere müssen für die Öffnung geweckt werden). Unter dem Tagesmotto „Gelbe Tonne, grüne Tonne“ stehen Putzen und Mülltrennung auf dem Programm…

02.01.2014, gegen 15.15h. Nach einer Verabschiedungszeremonie und dem Einsammeln vergessener Gitarren aus anderen Gruppen schließt sich der Vorhang auf dem Parkplatz hinter IKEA für immer.

Für immer? Hoffentlich nicht! Schließlich ist ein Silvester auf Spiekeroog eine besondere Veranstaltung mit fantastischem Flair, viel Spaß und kontrastreichem Programm, was keiner der Crew missen möchte! Ein riesengroßes Dankeschön an eine tolle Gruppe, ohne die eine solche schwarz-weiße Freizeit nicht möglich gewesen wäre!

 

 

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